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In Bagdad
des Todes für die Christen!« Im Nu waren die Christenquartiere besetzt, und das fürchterliche Werk begann, um erst nach vollen sieben Tagen ein Ende zu nehmen. Schon am dritten Tage waren gegen vierzehnhundert Häuser eingeäschert. Ueber fünftausend Menschenleben gingen zu Grunde; mehr als tausend Frauen und Mädchen waren ermordet worden oder verschwunden.«
»Aber dieser Christenmord,« schaltete ich ein, »hätte noch viel, viel weiter um sich gefressen, wenn Abd el Kader, der ebenso berühmte wie edle algerische Beduinen- Emir, nicht gewesen wäre.«
»Ja, dieser furchtbare Gegner der Franzosen hatte sein Vaterland verlassen müssen und war nach Damaskus gekommen, um seine letzten Jahre hier friedlich zu verleben. Schon seit der Besitznahme Algiers durch die Franzosen waren viele Araber von dort nach Damaskus gekommen und viele seiner tapfern Krieger ihnen nachgefolgt. Seine Hände hatten die Fahne des Propheten siegreich über viele Schlachtfelder getragen, die Franzosen ihn gelehrt, alles, was christlich heißt, zu hassen, und so durften, obgleich man in Damaskus gewöhnt war, mit seinem bedeutenden Einflusse zu rechnen, die dortigen muhammedanischen Behörden wohl des Glaubens sein, daß er sie in ihrem blutigen Beginnen nicht stören werde. Man war überhaupt der Meinung, daß der Uwe von Algier<, wie er genannt wurde, alt und bequem geworden sei und zur Führung seines zum Kampfe einst so schnell bereiten Schwertes keine Lust mehr habe. Aber dieses Urteil sollte sich als ein sehr falsches erweisen. Als man ihn in Folge des Ansehens, welches er genoß, und seiner militärischen Erfahrungen wegen zu dem heimlichen, gegen die Christen gerichteten Kriegsrate zog, erklärte er dem Pascha in furchtloser Aufrichtigkeit: »Das, was ihr
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