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In Bagdad
»Nicht im geringsten. Der Sprung vom Christen zum Muhammedaner war ja viel größer als der kleine Griff des Sunniten nach einer schiîtischen Frau. Warum sollte ich mir Vorwürfe darüber machen? Ich hatte meine Wahl nicht zu bereuen. Die Vergangenheit mit allen ihren Wünschen war für mich eine abgethane Sache, und ich lebte nur für meine Familie und meine militärische Zukunft. Mein Harem, wenn ich die Ehe mit nur einer Frau so nennen darf, bot mir ein täglich sich erneuerndes Glück, welches sich vergrößerte, als mir erst ein Sohn und später eine Tochter geboren wurde. Ein Jahr nach der Geburt der letzteren wurde ich nach Damaskus versetzt, wohin mir nach wenigen Wochen der Vater meines Weibes folgte, da er und seine Frau glaubten, nicht ohne ihr Kind leben zu können. Das war anfangs 1860, dem für Damaskus so verhängnisvollen Jahre. Ist dir die traurige Geschichte desselben bekannt?«
»Ja.«
»So habe ich keine ausführliche Erzählung nötig. Wie glücklich ich war, können dir die Namen sagen, welche ich meinen Kindern gegeben hatte. Mein Sohn heißt Ikbal (*Glück) und meine Tochter Sefa (*Wonne). Auch mein Weib hatte einen bedeutungsvollen Namen, nämlich Aelmas (*Diamant), und sie war für mich ein Edelstein.«
»Und wie hieß ihr Vater?«
»Er nannte sich Mirza Sibil oder auch Agha Sibil.«
»War dieser Name ererbt, oder hatte er ihn sich in Bezug auf seinen Bart beigelegt? Sibil bedeutet in der persischen Sprache Schnurrbart.«
»Das weiß ich nicht; aber er hatte wirklich einen
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