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In Bagdad
unzufrieden sein zu müssen glaubt, der wirft die Schuld nicht auf sich, sondern eben wieder und allein auf Gott, den er doch soeben erst geleugnet hat. Du hörst und siehst, daß du nicht um Gott hinumkommst, ihn nicht aus deiner Welt schaffen kannst, sondern in menschlich unlogischer aber göttlich logischer Weise sein Dasein über allen Zweifel erhebst, indem du ihn wegen seiner angeblichen Ungerechtigkeit leugnest.«
Es trat eine Pause ein; dann sagte er halblaut und nachdenklich:
»Wie drücktest du dich aus, Effendi? Ich habe - - - die giftige Frucht aus der sie verweigernden Hand des Vaters gerissen - - - gerissen! - - - also mit Gewalt meinen Willen durchgesetzt - - - ! Das hat mir noch niemand gesagt, auch ich selbst nicht. - - - - Dann kommen Stunden der Selbstanklage - - - peinigende Gedanken - - - das Gewissen! - - - Man wirft aus Furcht vor sich selbst alle Vorwürfe auf Gott - - - leugnet ihn aus Angst - - - beweist aber grad dadurch sein Dasein - - - . Warte, Effendi, warte nur!«
Er ließ den Kopf sinken, und ich hütete mich, ihn zu stören. Nach einer Weile fuhr er mit der Frage fort-
»Woher kennst du mich so genau? Wie kommst du dazu, mir mein Inneres, meine heimlichsten Gedanken, Gefühle und Ahnungen zu enthüllen?!«
»Ich habe nur im allgemeinen gesprochen.«
»Das ist unmöglich, denn es stimmt, es trifft zu! Und doch auch wieder nicht - - wieder nicht! Ich kann mir keinen Gott denken, der die ewige Weisheit und Liebe ist und doch den Menschen, sein Geschöpf, sein Kind, in das Elend sinken läßt.«
»Wie nun, wenn das Geschöpf dem Schöpfer nicht
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