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In Bagdad
»Schon? Ah, der war also für dich; wir aber sollten keinen bekommen?«
»Halte ein mit den Vorwürfen, Emir! Weil ich ihn meinen Gästen vorsetzen wollte, mußte ich ihn doch kosten, um mich von seiner Güte zu überzeugen; jetzt aber hast du mich belehrt, und ich weiß, wie ich mich zu verhalten habe. Es wird nicht ganz eine einzige Minute dauern, so wird sein Duft deinen Zorn besänftigen und die Empfänglichkeit deines Geruches erquicken. Ich gehe schnell, ich eile schon!«
Er arbeitete und stampfte mit den Beinen wie ein Radfahrer, um schnell hinauszukommen, was meinen Zorn, wenn ich wirklich zornig gewesen wäre, sogleich in das Gegenteil verwandelt hätte; ich lachte, doch so, daß er es nicht hörte, hinter ihm her. Sein Herr lachte auch und sagte:
»Ich habe ihn verwöhnt; das weiß ich nur zu gut. Ich halte ihn mir, wie man in Europa sich ein Schoßhündchen, einen Papagei, ein Aeffchen oder einen Kanarienvogel hält, und lasse meine Schwäche für ihn mit seiner Anmaßung wachsen. Du hast ihm jetzt die nötige Achtung eingeflößt und kannst versichert sein, daß die Wirkung davon nicht lange auf sich warten lassen wird.«
Er hatte recht; der Dicke kam schneller wieder, als ich es ihm zugetraut hatte, und setzte den Kaffee zwischen uns auf den Serir (*Niedriges Serviertischchen). Man sah es ihm förmlich an, daß ihm das Wasser im Munde zusammenlief, und es war ein Ton aufrichtiger Betrübnis, in welchem er die Bemerkung machte:
»Hier habt ihr ihn! Ich sage euch, daß ich nicht einen Schluck davon gekostet habe. Ich werde ihn auch
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