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In Bagdad
»Ah, du bist also sein Diener?«
»Ja.«
»Wer hat zu gehorchen, der Diener oder der Herr?«
»Der Diener natürlich.«
»Schön, du hungrigster unter allen Köchen der Erdenländer! Du hast also nicht zu thun, was dir beliebt, sondern was die Gastfreundschaft deines Herrn erfordert, und diese heischt von ihm, daß seine Gäste sobald wie möglich zu essen bekommen. Willst du dann später in die Kaffeehäuser gehen, so thue es; ich habe dir nichts zu befehlen; aber wenn du dort von uns sprichst - - - paß wohl auf, was ich dir jetzt sage! - - - wenn du dort von uns sprichst, wenn du nur ein einziges Wort davon sagst, daß wir in Bagdad sind und wo wir uns befinden, so bist du morgen früh eine Leiche, eine die ganze Nacht hindurch langsam und allmählich totgemordete Leiche!«
Der Dicke fuhr vor Schreck einige Schritte so schnell, wie ich es ihm gar nicht zugetraut hätte, zurück. Bis herab zur Unterkehle erblassend, wiederholte er stammelnd die letzten Worte:
»Eine - - die ganze Nacht hindurch - - - langsam und allmählich - - - totgemordete - - - Leiche - - - !«
»Ja,« nickte Halef sehr ernst.
»Aber - - - aber - - - warum tot - - - ? warum ermordet - - - ? warum Leiche - - - ?«
»Das will ich dir erklären. Wir haben Feinde, welche uns verfolgen, welche uns in Bagdad suchen. Wenn sie uns finden, giebt es einen Kampf; wir beide werden zwar siegen, aber das Haus, in welchem wir wohnen, wird die Folgen zu tragen haben; man wird die Bewohner sehr wahrscheinlich langsam zu Tode martern.«
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