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In Bagdad
ganz allein aufgegessen? Denn was ich davon bekommen habe, das ist gar nicht zu rechnen!«
»Allah! Du versenkst mein Herz in Kummer und meine Seele in Trübseligkeit! Was ich gethan habe, das habe ich aus Liebe und Aufopferung für dich gethan. Der Hammel hatte vor schon so vielen Tagen den Tod erlitten, daß sein Duft sich nach der Beerdigung zu sehnen begann. Konnte ich da dir ihn zu essen geben?«
»Warum hast du ihn stinkend gekauft?«
»Weil. ich nicht beim Kassab (*Fleischer) war, als er noch nicht stank.«
»So hättest du einen frischen nehmen sollen!«
»Es war keiner da. Es stank das ganze Fleisch, welches bei ihm hing.«
»Warum bist du da nicht zu einem andern Kassab gegangen?«
Da verdrehte der Dicke in mitleidiger Verwunderung die Aeuglein, schlug die Hände zusammen, daß es einen Klatsch wie von einem zerreißenden Groß- Bramsegel gab, und rief aus:
»Allah beschütze mich! Zu einem andern Kassab gehen! Sieh mich an, Effendi! Bin ich ein Windhund, daß du mir zumutest, von einem Fleischer zum andern zu hetzen? Bedenke doch, daß ich sofort tot bin, wenn ich den Atem verliere, ohne daß er wiederkommt! Auch weißt du genau, daß ich nicht nur zum Fleischer, sondern noch in andere Dekahkin (*Kaufläden, Plural von Dukkahn) zu gehen hatte. Wo soll da die Zeit zum Herumlaufen herkommen, zumal ich doch meine gewohnten vier Tassen Kaffee unterwegs trinken mußte.«
»Das konntest du einmal lassen!«
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