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In Bagdad
Ich hätte laut auflachen mögen, denn diese seine bittere Klage war wirklich ernst gemeint, hütete mich aber, ihm meine heimliche Heiterkeit merken zu lassen. Auch sein Herr verzog keine Miene über diese Jammerlaute und gab ihm den Befehl:
»Wir müssen zeigen, daß uns diese beiden Gäste hochwillkommen sind. Laufe, eile, springe, Kepek, um ihnen und uns ein gutes Mahl zu bereiten! Die Zeit des Mittagessens ist schon längst vorüber.«
Laufe, eile, springe! Welch eine Aufforderung an diesen Koloß, dessen Gestalt und Gewicht nur vorhanden zu sein schienen, die Lehre von der Schwere und Beharrlichkeit bis zur höchsten Evidenz zu beweisen. Er machte auch wirklich keine Miene, auch nur einen Schritt zu thun, sondern schüttelte nur langsam und höchst verwundert den Kopf und hielt den Blick dabei mit sichtbarem Vorwurfe auf seinen Gebieter, der aber doch nicht sein Gebieter war, gerichtet.
»Nun, was stehst du noch da?« fragte dieser. »Weißt du nicht, was man thut, wenn man für so liebe und willkommene Gäste zu sorgen hat?«
»Ja, das weiß ich wohl ganz gut!«
»So beeile dich also, und bereite das Essen!«
»O Allah, o Mohammed! Ich soll mich beeilen, wo die Eile doch gar nichts ändern kann!«
»Woran denn nicht?«
»An dem gänzlichen Mangel der Vorräte. Wenn nichts vorhanden ist, kann man nichts kochen und nichts braten.«
»Nichts vorhanden?« fragte der Alte erstaunt.
»Nichts, gar nichts!«
»Aber du hast doch vorgestern, als du Kaffee und Tabak holtest, einen halben Hammel mitgebracht?«
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