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In Bagdad
belig geworden. Da aber fielen mir die damaligen Worte seines Effendi ein: »Er ißt und trinkt das meiste selbst, und erst was er übrig läßt, das bekomme ich.« Da war es freilich kein Wunder, daß der eine zu wenig von der Fülle besaß, in welcher der andere fast ersticken mußte.
Jetzt kam Halef mit dem Kaffee und dem Tabak; er brachte auch unsere Pfeifen mit, wodurch der Pole aus der letzten Verlegenheit gerissen wurde, denn wenn wir nicht mit Tschibuks versehen gewesen wären, hätten wir zu dreien aus dem seinigen rundum rauchen müssen. Und da trat auch »Kleie« wieder herein und pustete außer Atem auf seinen Herrn zu, um ihm die Pfeife zu bringen. Als er dies schwere Werk vollbracht hatte, lustwandelte er wieder hinaus, machte aber die Thüre nicht zu, sondern lehnte sie bloß an. Ich war überzeugt, daß er draußen vor derselben stehen blieb, um seine Kräfte zu schonen und keinen Weg zurücklegen zu müssen, falls sein Herr wieder klatschen sollte. Was sollte da aus dem Kaffee werden? Den schien er ganz vergessen zu haben, obwohl er den Beutel mit unseren Bohnen sehr liebevoll hinter den Kaftan in seinen Busen geschoben hatte.
Als wir die Tschibuks gestopft und in Brand gesteckt hatten, begann der einstige Offizier:
»Also Grüße habt ihr von dem persischen Prinzen zu bringen, welcher Hassan Ardschir- Mirza hieß? Er war ein sehr vornehmer Herr und gehörte vielleicht gar zur Familie des Schah- in- Schah!«
Da schob Kepek der Dicke den Kopf zur Thür herein und sagte:
»Ja, er war ganz gewiß von hoher Abkunft, denn er hat mir, ehe er fortging, drei goldene Tumahns (*24 Mark) als Bakschisch gegeben.«
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