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In Bagdad
»Effendi, ich bitte dich, nimm doch deinen Verstand, deinen ganzen Verstand zusammen! Warum soll ich mich beeilen, wenn es durch die Eile doch nicht anders wird?«
»Wieso nicht anders?«
»Es ist kein Tabak da.«
»Kein Tabak - - ! Unmöglich! Der kann doch nicht auch schon alle geworden sein! Ich habe ja seit einer ganzen Woche keinen geraucht!«
»Ich auch nicht, Effendi. Du siehst also, daß ich unschuldig bin!«
»Aber du solltest doch vorgestern, als du Kaffee holtest, auch Tabak mitbringen! Ich habe dir zehn Piaster dazu gegeben.«
»Ja, das ist wahr; die hast du mir dazu gegeben.«
»Nun also, wo ist der Tabak?«
»Oh Tabak! Allahi, Wallahi, Tallahi!«
»Heraus mit der Sprache! Ich muß doch meinen Gästen Tschibuks geben lassen!«
»Ja, das mußt du allerdings, Effendi. Ich bitte also um zehn Piaster, um welchen zu holen.«
»So hast du also noch keinen geholt?«
»Nein.«
»Aber wo ist das Geld dafür?«
»Effendi, wenn du mich anhörst, so wirst du sofort erfahren, daß ich ganz unschuldig bin. Du weißt, daß ich nur selten rauche, denn eine Prise Naschuk (*Schnupftabak) ist weit bekömmlicher als eine Pfeife voll Duchan (*Rauchtabak) . Nun war ich dem Dachachni (*Tabakhändler) grad zehn Piaster für Schnupftabak schuldig geblieben, und er mahnte mich. Er drohte sogar, mir nie wieder zu borgen, und so habe ich ihm das Geld gegeben.«
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