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In Bagdad
Man wird sich errinnern, daß die betreffende Wohnung in den Palmengärten im Süden der Stadt lag. Wir fanden sie trotz der Zeit, welche inzwischen vergangen war, sehr leicht, hielten dieses Mal aber nicht an der schmalen Pforte, sondern vor dem Thore an, welches an der andern Seite des Gartens lag. Dort stiegen wir ab, und ich klopfte. Ich mußte das mehreremal thun, und es dauerte lange Zeit, ehe ich einen sehr langsamen, schlürfenden Schritt hörte, der sich von innen dem Thore näherte. Es befand sich eine kleine Lücke in demselben, welche geöffnet wurde. Wir sahen zunächst eine lange, spitze Nase erscheinen, noch viel spitziger, als sie früher gewesen war, und hierauf ein altes, fahles, sehr runzeliges Gesicht. Die blöd gewordenen Augen musterten uns durch die großen, runden Brillengläser, und mit dünner, zitternder Stimme wurden wir gefragt:
»Was wollt ihr hier?«
Ich erkannte ihn; es war unser damaliger Wirt, der einstige türkische Offizier polnischer Nationalität; er hatte damals noch keine Brille getragen und war inzwischen sehr gealtert. Wahrscheinlich kannte er mich nicht mehr. Da er sich des Arabischen bediente, antwortete ich ihm in derselben Sprache:
»Wohnst du allein in diesem Hause?«
»Warum willst du das wissen?« erkundigte er sich mißtrauisch.
»Weil wir dich bitten möchten, hier bei dir einkehren zu dürfen.«
»Ich habe keinen Platz für fremde Leute.«
»Wir wünschen die Wohnung nicht umsonst, sondern werden gern bezahlen.«
»Ich vermiete nicht. Auch sehe ich, daß ihr Pferde habt, für welche bei mir kein Raum vorhanden ist.«
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