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Der Löwe der Blutrache
den Löwen um unsere Freiheit und unser Leben kämpfen sollen.«
»Wirst du das annehmen, Sihdi?«
»Erst möchte ich hören, was du dazu sagst.«
»Das kannst du dir doch denken. Wie stolz würde Hanneh, das beste und herrlichste Weib unter den schönsten aller Frauen, auf ihren Halef sein, wenn er ein Fell mit nach Hause brächte, in welchem ein von ihm selbst erlegter Löwe die Tage seines Daseins beschlossen hätte!«
»Du würdest dich also an den Herrn mit dem dicken Kopfe< (*Einer der vielen arabischen Beinamen des Löwen) wagen?«
»Mit Entzücken; das sage ich dir aufrichtig.«
»Und dein Sohn?«
Kara hatte bis jetzt kein Wort gesprochen; als er diese Frage hörte, antwortete er:
»O Emir, mein Herz ist von tiefer Traurigkeit erfüllt. Was habe ich gethan! Ich bin schuld daran, daß wir gefangen sind, denn ich habe geschlafen, als ich wachen sollte. Ich würde gern mit zehn Löwen kämpfen, wenn ich diesen Fehler dadurch gutmachen und dein Vertrauen wiedergewinnen könnte!«
»Nimm es dir nicht allzusehr zu Herzen, lieber Kara,« tröstete ich ihn. »Du warst zu sehr ermüdet. Mein Vertrauen hast du noch, und was unsere Gefangenschaft betrifft, so denke ich, daß sie ein baldiges Ende haben wird. Wenn meine Vermutung, daß wir mit den Löwen kämpfen sollen, sich bewahrheitet, so werde ich darauf eingehen, wenn man uns nicht bloß das Leben, sondern auch die Freiheit dafür verspricht. Ich werde das weniger aus Angst vor den Scherarat als vielmehr aus Jagdlust thun, denn beides, die Freiheit sowohl als auch
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