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Der Löwe der Blutrache
Wir saßen, rund von Kriegern umgeben, nebeneinander; darum dämpfte Halef seine Stimme zum Flüstern, als er mich fragte:
»Was meinst du, Sihdi, was sie über uns beschließen werden?«
»Ahnst du es nicht?«
»Nein. Du?«
»Ja.«
»Nun, was?«
»Es scheinen Löwen im Wadi zu sein.«
»Allah! Löwen? Ein Löwe!«
»Nicht einer, sondern mehrere, denn es ist jetzt die Zeit, in welcher diese Tiere vielleicht schon Junge haben.«
»Daß es hier schon Löwen gegeben hat, habe ich dir gesagt; es ist also sehr leicht möglich, daß sich wieder welche hier befinden, droben in der alten Ruine, wo es genug Schlupfwinkel für sie giebt. Was aber hat dies mit uns zu thun?«
»Wahrscheinlich sehr viel. Hast du das triumphierende Gesicht des Zauberers gesehen, als er von dem Löwen der Blutrache< sprach?«
»Ja; es sah aus, als ob er eine sehr große Freude empfände.«
»Die Freude über unsern sichern Untergang.«
»Durch die Löwen?«
»Ja.«
»Meinst du etwa, daß wir ihnen vorgeworfen werden sollen?«
»Vorgeworfen grad nicht, denn dazu müßten sie uns vorher fesseln, und das würde ich mir mit meinem Stutzen sehr verbitten. Solange ich überhaupt diesen habe, werde ich jeden Beschluß der Versammlung, der uns keine Hoffnung bietet, zurückweisen. Ich vermute, daß wir mit
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