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Der Löwe der Blutrache
Der Scheik kam wieder zu mir, betrachtete mich vom Kopfe bis zu den Füßen und sagte:
»Dein Zaubergewehr ist keine Lüge; es sitzen alle zehn Kugeln, eine ganz genau so wie die andere. Welcher Djinn (*Geist) hat dieses Gewehr gemacht?«
»Es war ein Djinn in Amirica (*Amerika) und hat Henry geheißen.«
»So müssen dort in Amirica mächtigere Djinns sein als bei uns. Ihr steht unter meinem Schutze, und solange ihr euch bei mir befindet, wird euch nichts geschehen; da aber die Blutrache zwischen uns und euch ist, hat die Versammlung der Aeltesten zu entscheiden, was mit euch geschehen soll.«
»Was könnte sie zu entscheiden haben? Ich denke, wir sind bei dir sicher!«
»Diese Sicherheit erstreckt sich, wie du wissen wirst, nur auf zweimal sieben Tage höchstens. Dann muß ich euch entlassen. Wenn die Versammlung mild entscheidet, so nimmt sie euch die Waffen, giebt euch einen Vorsprung und läßt euch dann verfolgen. Werdet ihr ergriffen, so kostet es euch das Leben. Denkt ja nicht daran, daß wir uns herbeilassen werden, euch das Leben zu schenken und dafür die Dijeh (*Blutpreis) anzunehmen! Mein Name ist Abu 'Dem, Vater des Blutes, und wenn auch ein gewöhnlicher Krieger das vergossene Blut bezahlen kann, solche Leute, wie ihr seid, müssen ihr Leben dafür geben.«
»Wann wird die Versammlung der Aeltesten zusammentreten?«
»Sobald der Haupttrupp meiner Leute gekommen ist; wir hier bilden nur die Vorhut. Wir müssen vor-
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