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Der Löwe der Blutrache
»Aber ihr wäret verloren!«
»Nein, noch lange nicht!«
»Maschallah, Gottes Wunder! Du würdest noch an Rettung glauben?«
»Nicht glauben, sondern von ihr überzeugt sein würde ich.«
»Du redest wie ein Wahnsinniger!«
»Ich spreche wie ein Mann, der ganz genau weiß, was er will. Wenn man dir von mir erzählt hat, so wirst du wahrscheinlich auch von meinem Zaubergewehre gehört haben?«
»Man sagt, du könnest immerfort schießen, ohne zu laden, und niemals gehe eine deiner Kugeln fehl. Das glaube ich nicht.«
»Du wirst es glauben. Zählt hundert Schritte ab, und steckt dort zehn Lanzen nebeneinander in die Erde! Ich treffe alle, ohne zu laden, bis auf ein Haar gleichweit entfernt von ihrer Spitze.«
Ein allgemeines Gemurmel folgte dieser selbstbewußten Rede. Der Scheik drehte sich um und sprach leise mit den Nächststehenden. Halef flüsterte mir zu:
»Wenn sie es thun, haben wir gewonnen, Sihdi!«
Nach einer kleinen Weile kehrte sich der Scheik wieder zu mir und sagte:
»Du sollst deinen Willen haben, doch nur unter einer Bedingung.«
»Sag sie mir!«
»Wenn du nicht so triffst, wie du gesagt hast, steht ihr nicht mehr unter meinem Schutze.«
»Ich bin einverstanden,« antwortete ich ruhig, obgleich ich wußte, was ich dabei auf das Spiel setzte.
Ging nur eine einzige Kugel fehl, so waren wir mitten unter so vielen Feinden auf uns selbst angewiesen.
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