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Der Löwe der Blutrache
»Still! Keine Uebereilung! Du gehst nur selbst in das Verderben, ohne deinen Vater dadurch retten zu können!«
»Aber du siehst ja, daß sie aufbrechen, daß sie fort wollen!«
»Laß sie! Jetzt ist nichts zu thun. Wir müssen bis heut abend warten.«
»Bis heut abend? Ist es da nicht zu spät?«
»Nein. Mit Gewalt läßt sich gegen so viele Menschen nichts erreichen; nur List kann zum Ziele führen, und dazu ist die Nacht die einzige Zeit.«
»Aber wenn sie meinen Vater bis dahin umbringen!«
»Das fällt ihnen nicht ein. Ueber das Schicksal des Gefangenen kann nur die Dschemma (*Versammlung der Aeltesten) bestimmen, und die dazu gehörigen alten Leute sind nicht mit hier. Du siehst, daß es lauter junge Krieger sind.«
»Was mögen sie vorhaben? Ein Wanderzug ist es nicht, weil sie keine Frauen, Greise und Kinder mit haben. Sollte es ein Kriegsritt sein?«
»Nein. Du wirst dort links die Kamele bemerken, welche mit Stricken und Palmenfasermatten hoch bepackt sind.
Diese Stricke und Matten sollen zum Transport der Tiere und zur Verpackung der andern Beute dienen; es handelt sich also um einen Raubzug.«
»Gegen wen?«
»Das weiß ich nicht, hoffe es aber heut abend zu erfahren.«
»Von wem?«
»Von den Scherarat selbst. Wir werden sie belauschen.«
»Ihnen also bis zu ihrem Nachtlager folgen? O,
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