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Auf dem Tigris
»Schön! Wir werden dich also losbinden.«
»Aber gleich!«
»Wann und wie wir es thun werden, das kommt auf den berühmten Emir Hadschi Kara Ben Nemsi hier an.«
»Du hast gesagt, du seiest ein Scheik; also hast du wohl zu bestimmen!«
»Der Effendi ist ein noch viel größerer Scheik als ich. Er zählt seine Pferde nach Hunderten, seine Kamele nach Tausenden, und sein Harem wimmelt von schönen Frauen, welche ihm den Pillav und den gebratenen Hammel bereiten. Wende dich also an ihn!«
Das war dem Perser denn doch zu viel. Er schwieg. Ich beeilte mich mit dem Frühstücke und machte mich dann über die Feuerwaffen der Gefangenen her: Ich schoß ihre Pistolen und Flinten ab - die letzteren mußte Halef von dem Lagerplatze der Perser holen - und warf dann ihre Pulverbeutel in das Wasser.
»O wehe, wehe!« schrie der Pädär- i- Baharat da auf. »Warum vernichtest du das einzige Pulver, welches wir noch haben?«
Ich antwortete noch immer nicht. Er konnte es sich doch denken, daß ich es aus Vorsicht that; es mußte diesen Leuten die Möglichkeit, auf uns zu schießen, genommen werden, sonst wären wir schon gleich nach ihrer Entlassung nicht vor ihnen sicher gewesen. Als ich in dieser Weise für uns gesorgt hatte, schafften wir die Pferde auf das Floß, auf welchem ich blieb, während ich Halef aufforderte, den Gefangenen, welcher Aftab genannt worden war, loszulassen. Es war das derselbe, dessen Messer und Pistole ich in das Wasser geworfen hatte. Der kleine Hadschi ging zu ihm hin und sagte:
»Du hast gehört, daß ich dich losbinden soll; eigentlich bist du das gar nicht wert; aber ich will Gnade
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