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Auf dem Tigris
ständig hell. Halef schlief noch, und ich weckte ihn. Wir führten unsere Pferde nach dem Wasser und sahen nach unseren Gefangenen. Sie hatten sich alle Mühe gegeben, loszukommen, doch vergeblich. Welch einen Anblick bot der »Vater der Gewürze«! Die beiden Schwielen waren dick angeschwollen und dann aufgesprungen. Er hatte jedenfalls nicht geringe Schmerzen auszustehen, und ich will gestehen, daß ich ihn jetzt bedauerte. Später freilich, als ich ihn besser kennen lernte, sah ich ein, daß dieses Mitgefühl sehr überflüssig gewesen war.
Seine Augen waren tief gerötet, und seine Stimme klang heiser zischend, als er mich anfuhr:
»Hund, binde mich los! Wir müssen fort!«
Da ich auf diese Beleidigung schwieg, antwortete Halef an meiner Stelle:
»Wenn du in dieser Weise mit meinem Effendi sprichst, lassen wir euch die Fesseln und ihr werdet hier liegen bleiben, bis ihr verschmachtet!«
»Wir haben euch nichts gethan!«
»Allah scheint dir nicht wohlgesinnt zu sein, da er dir ein so schlechtes Gedächtnis gegeben hat.«
»Was ich sagte, geschah nur, weil ihr mich reiztet. Hättet ihr euch nicht für die Beherrscher von Ustrali und Yängi dunya ausgegeben!«
»Das thaten wir als wohlverdiente Antwort darauf, daß du dich Kaßim Mirza nanntest.«
»Ich heiße wirklich so!«
»Nein!«
»Beweise es, daß mein Name ein anderer ist!«
»Mach dich nicht lächerlich!«
»Wenn ich euch wieder treffe, wirst du mich wohl nicht lächerlich finden!«
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