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Auf dem Tigris
»Nein.«
»Warum setzt ihr da täglich euer Leben für ihn auf das Spiel? Stammt er aus dem Fäläk ul äflahk (*Höchster Himmel), daß er zu stolz ist, sich euch einmal zu zeigen? Bin ich nicht stets bei euch? Teile ich nicht alle Gefahren mit meinen Untergebenen? Wen müßt ihr da mehr lieben und achten, mich oder ihn? Wem müßt ihr mehr Vertrauen schenken? Ich sage euch, ihr würdet jedes Jahr mehr tausende Tumans einstecken als jetzt hunderte, wenn ich an seiner Stelle euer Aemir- i- Sillan (*Fürst der Schatten) wäre!«
»Das hast du uns schon oft gesagt, und wir glauben es.«
»Ich habe es auch schon vielen andern gesagt, und sie alle glauben es. Ich will euch sagen, daß seine Zeit gekommen ist; es schwebt der Schämschihr (*Säbel) schon über seinem Haupte. Ich habe schon mit einigen andern Pädärahn (*»Vätern.«" gesprochen und bin sicher, daß sie im geeigneten Augenblicke nicht zurücktreten werden. Wir wissen, daß er stets unter seinem Gewande einen Sirä (*Kettenpanzer) trägt, doch meine Guluhlä (*Kugel. In allen diesen persischen Wörtern wird das ä, wenn es nicht durch ein h gedehnt ist, halb wie a, halb wie e und zwar ganz kurz ausgesprochen) geht ganz gewiß hindurch!«
Es trat eine Pause ein. Der Pädär- i- Baharat brütete finster vor sich hin, und auch die beiden andern hielten ihre Blicke ernst und nachdenklich zur Erde gerichtet. ich hatte schon oft, sehr oft Menschen beschlichen, aber wohl noch selten ein so geheimnisvolles und sonderbares Gespräch belauscht.
Pädär- i- Baharat, Vater der Gewürze - Sill- i- Safarans, Schatten des Safrans - Aemir- i- Sillan, Fürst der Schatten! Das waren jedenfalls Namen, welche eine
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