|
|
|
| |
Auf dem Tigris
sichter, lachte dann aber hell auf, schlug die Hände zusammen und rief:
»Allah bewahre mich! Es ist doch nur Spaß!«
»Lieber Hadschi, es ist wirklich Ernst!« entgegnete ich ihm in versicherndem Tone, obgleich ich unter dieser »Besitzerin meines Herzens« und »Lenkerin meines Lebens« etwas ganz Anderes verstand als er.
»Du hast also wirklich, wirklich eine?« fragte er in höchst gespanntem Tone.
»Ja.«
»Die bei dir in deinem Zelte ist?«
»Ja.«
»Sihdi, laß mich Atem holen! Sag mir, ob ich vielleicht schlafe - - ob ich träume! Ich möchte weinen, bitterlich weinen!«
»Warum? Ich denke vielmehr, daß du dich freuen solltest!«
»Freuen?! Sag, hast du sie lieb?«
»Mein ganzes Herz ist ihr zugethan.«
»Aber, wie kannst du, wenn dein ganzes Herz diesem plötzlichen, unvermuteten Weibe gehört, dann noch mich lieb haben, deinen Halef, den besten und treuesten deiner Diener und Genossen!«
»Ich habe dich noch genau so lieb wie vorher.«
»Das ist unmöglich; das ist nicht wahr! Dein Herz ist weg, ist nicht mehr vorhanden. Du hast ja selbst gesagt, daß es dieser unerwünschten und ganz unwillkommenen Frau gehört! Ich mag sie nicht sehen! Ich will nichts mit ihr reden! Ich mag nichts von ihr hören! Sie hat mich um dein Herz gebracht, um deine ganze Freundschaft, um dich selbst. Also höre es: Ich will auch von dir nichts mehr wissen!«
Er stand wieder auf und entfernte sich. Am Flusse
|
|
|
| |
|