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Auf dem Tigris
es dir beim Propheten und seinem Barte zu, daß du getrost und furchtlos zu ihr gehen kannst. Du bist ein Held, ein kühner Mann, und hast dein Leben oft gewagt; willst du jetzt weniger mutig sein?«
Ich mußte mir die größte Mühe geben, ernst zu bleiben. Der liebe Hadschi stellte die allerdings sehr ungewöhnliche Angelegenheit geradezu auf den Kopf, indem er mir Mut machen wollte zu einer Unterredung unter vier Augen mit Hanneh, der heimlichen Beherrscherin der Haddedihn.
»Gieb dir keine unnötige Mühe,« antwortete ich. »Ich bin auch ohne sie bereit, deinen und Hannehs Wunsch zu erfüllen.«
»Wirklich? Hamdulillah! Du wirfst mich nicht hinaus?«
»Nein. Wo ist Hanneh? In ihrem Zelte?«
»Nein. Man könnte dich auf dem Wege nach demselben bemerken oder gar dort eintreten sehen, und das darf nicht sein. Hanneh, die Morgenröte am täglichen Osten meiner Behaglichkeit, hat das Duar nach rechts hin verlassen, und du sollst nach links gehen. Ihr wendet euch draußen vor dem Lager einander zu und werdet bald zusammentreffen, ohne daß einer der Wächter euch bemerkt. ich werde dafür sorgen, daß sie nicht dorthin kommen, wo ihr euch befindet.«
War das nicht mehr als seltsam? Hier, im tiefsten Oriente, bat mich ein Moslem um eine heimliche Unterredung mit seiner Frau und versprach sogar, uns vor Störungen zu bewahren!
Ich blies, ohne weiter ein Wort zu sagen, die Lampe aus, verließ mit Halef das Zelt und ging dann allein weiter, nach links, zwischen den Zelten hinab, bis ich das Lager hinter mir hatte. Dann wendete ich mich nach
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