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Auf dem Tigris
wurde, und der Hadschi seinen Kopf hereinsteckte, um mich zu fragen:
»Sihdi, schläfst du schon?«
»Nein, wie du siehst, lieber Halef.«
»Darf ich herein?«
»Natürlich, ja!«
Da trat er vollends in das Zelt, kam ganz nahe zu mir heran, machte ein höchst geheimnisvolles Gesicht und sagte mit leiser Stimme:
»Oh Sihdi, ich habe dir etwas zu sagen, worüber du vor Erstaunen den Kopf bis übermorgen schütteln wirst!«
»Ich werde dieses Schütteln wahrscheinlich in viel kürzerer Zeit besorgen. Was ist es, was du mir zu sagen hast?«
»Ich bringe es kaum über meine Lippen, denn es ist etwas so außerordentlich Ungewöhnliches, daß du mich höchst wahrscheinlich, sobald du es vernommen hast, sofort hinauswerfen wirst!«
»Das denke nicht! Meinen Halef werfe ich nicht hinaus!«
»Aber es geht gegen den Kuran, gegen alle Auslegungen des Kuran, oh - - oh, es geht überhaupt gegen alle Gewohnheiten und Sitten, gegen alle Regeln und Gesetze! Ich war erschrocken, als ich es hörte; ich war ganz starr! Aber sag selbst, durfte ich es meiner Hanneh abschlagen, welche die Seele meines Lebens und das Leben meiner Seele ist!«
»Nein, du durftest es ihr nicht abschlagen,« antwortete ich, höchst gespannt auf den Grund seiner ungewöhnlichen Verlegenheit.
»Ich danke dir, Sihdi! Deine Worte geben mir den Mut, dir zu sagen, daß sie den Wunsch hat, jetzt noch mit dir zu sprechen.«
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