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Am Makik-Natun
Bleichgesichtern; er wird morgen mit denen, die dort hinten liegen, am Marterpfahle sterben.«
Ich sah über die Roten hinweg nach dem Hintergrunde; dort lagen die sechs weißen Gefangenen.
Als die Roten dem Alten gehorchten und schwiegen, fuhr er in triumphierendem Tone fort:
»Ich habe diesen weißen Mann nicht sogleich erkannt, weil er nicht den Anzug eines Jägers trägt. Hört seinen Namen, ihr Krieger der Comantschen! Es ist Old Shatterhand!«
»Old Shatterhand - - Old Shatterhand!« ertönte es rundum in erstauntem, aber auch drohendem Tone, aber die mir zunächst standen, wichen unwillkürlich zurück.
»Ja, ich bin Old Shatterhand, der Freund und Bruder aller roten Männer, welche das Gute lieben und das Böse hassen,« ließ ich mich nun wieder hören. »Hier bei euch am Marterpfahle sterben, das werde ich nicht, denn To- kei- chun, euer Häuptling, hat mich zu euch gesandt. Ich komme als sein Bote, und wer es wagen sollte, sich an mir zu vergreifen, den brauche ich nicht zu töten, denn To- kei- chun wird ihn bestrafen.«
Das klang so wahr und so zuversichtlich, daß es den beabsichtigten Eindruck nicht verfehlte. Sie wichen noch weiter zurück und flüsterten sich leise Bemerkungen zu. Die Augen waren zwar feindselig auf mich gerichtet, aber wie auf einen Feind, den man nicht anzugreifen wagt. Nur der Alte trat einen Schritt näher und rief mir zu:
»To- kei- chun hat dich gesendet? Das ist eine Lüge!«
»Wer kann sagen, daß Old Shatterhand jemals gelogen habe?« fragte ich.
»Ich!« antwortete er.
»Wann und wo?«
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