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Am Makik-Natun
»Du irrst dich allerdings nicht und irrst dich doch. Du irrst dich nämlich nicht in mir, aber du irrst dich in der Lage, in welcher du dich befindest. Ich kann freilich nicht behaupten, daß du einen Weißen getötet habest; aber du hast mehrere gefangen genommen.«
»Darauf steht aber nicht der Tod!«
»Was denn?«
»Das Gesetz der Prairie erwähnt dazu gar nichts.«
»O doch, wenn auch nicht direkt. Wie wird der Diebstahl, der Raub eines Pferdes bestraft?«
»Mit dem Tode.«
»Und der Raub eines Menschen? Soll der etwa gelinder oder vielleicht gar nicht bestraft werden?«
»To- kei- chun treibt keinen Menschenraub.«
»Was denn?«
»Ich habe die Bleichgesichter gefangen genommen, aber nicht geraubt!«
»Pshaw! Ueber den Sinn von Worten streite ich mich nicht mit dir. Wenn ich ein Pferd, welches nicht mir gehört, fange und fortschaffe, so ist dies Pferderaub; du hast die Bleichgesichter gefangen und fortgeschafft, das ist Menschenraub. Du hast ihnen sogar alle Taschen geleert und damit bewiesen, daß du sie und ihre Habe als dein Eigentum betrachtest. Auf Menschenraub aber steht bei mir der Tod. Wenn ich dich dafür mit einer Kugel bestrafe, kann mich nicht der leiseste Vorwurf treffen. Du hast dich also sehr verrechnet, als du auf meine Gerechtigkeit pochtest. Du hast den Tod verdient.«
»Und du wirst mich doch nicht töten!« behauptete er beharrlich.
»Irre dich ja nicht länger! Meine Kugel wird dich unbedingt treffen, wenn du nicht auf den Vorschlag eingehst, den ich dir jetzt machen werde.«
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