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Am Makik-Natun
»Trotzdem ihm die Hände und Füße gefesselt waren?«
»Ja. Es ist ein Bleichgesicht in der Nähe gewesen, welches den Augenblick benutzt und ihn fortgeschafft hat.«
»Einen Gefangenen aus siebzig Indianern herausgeholt? Das müßte ein verwegener, ja ein tollkühner Mann sein. Es gibt keinen vernünftigen Menschen, der dies wagen würde.«
»Es gibt einen, aber auch nur einen einzigen.«
»Wer wäre das?«
»Old Shatterhand. Ich kenne diesen weißen, räudigen Hund; ich weiß alles, was er gethan und gewagt hat. Er war einst mein Gefangener und hat uns gezwungen, ihn loszulassen. Das, was gestern abend geschah, ist ganz genau so, als ob er es gethan hätte. Wenn ich nicht wüßte, daß er weit von hier im Norden ist, um den Tod Winnetous, seines ebenso räudigen Bruders, zu rächen, so glaubte ich, er sei hier. Du hast mit deinem Bruder unser Lager beschlichen, als uns der Gefangene abhanden kam; ihr müßt den kennen, der ihn befreit hat.«
»Wir wissen nichts.«
»Das ist eine Lüge, welche euch das Leben kosten wird. Wenn ihr uns die Wahrheit sagtet, würden wir euch die Freiheit schenken.«
»Das ist auch eine Lüge!«
»Es ist keine!«
»Ich weiß, daß es nicht wahr ist und daß du uns durch dieses Versprechen zum Reden bringen willst.«
»Was To- kei- chun verspricht, das hält er!«
»Pshaw! Wenn du mit uns das Kalumet darauf rauchst, wollen wir es glauben.«
»To- kei- chun raucht mit keinem Gefangenen die Pfeife des Friedens.«
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